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Atmen der Seele

„Trimm dich, bet mal wieder”, hat einmal jemand forsch als Buchtitel gewählt. Und er hat Recht: Auch die Seele und die menschliche Spiritualität benötigen ein Trimmprogramm. Beten sei wie das Atmen der Seele hat ein anderer gesagt – und doch das gleiche gemeint: Atmen will gelernt sein – und Beten eben auch.

Beten ist normal – zumindestens für Menschen, die wissen, dass sie sich einem Gott verdanken, der sich danach sehnt, mit den Menschen eins zu sein. Und dieses Beten ist nicht hochkompliziert, auch wenn es hervorragende und tiefsinnige Gebete gibt.

Beten beginnt mit Stille. Man muss zur Ruhe kommen, wenn man in sich selbst hinein hören will. Das Wort des Gebetes wird im Schweigen geboren, in der Stille wird das Unsagbare und das Unsägliche mitteilbar.

Beten braucht feste Zeiten und Gelegenheiten: das morgendliche Aufstehen, das mittägliche Essen, die Begegnung mit einem Kreuz am Wegesrand, das Zubettgehen am Abend ... Und Beten braucht Treue und Ausdauer – wie alles im Leben.

Das Gebet ist der Treibstoff meiner Spiritualität. Wer kann zu Gott eine Beziehung unterhalten ohne Gebet?

Hier finden Sie Gebetsanstöße für die verschiedensten Gelegenheiten. Und wenn Sie uns Ihr persönliches Lieblingsgebet senden wollen, tun Sie es. Vielleicht können wir es in diese Sammlung aufnehmen.

Manfred Becker-Huberti